Finalisten 2025

Finalisten 2025



Christoph Müller

Martin Luther King Juniors weltberühmte Rede „I Have A Dream“ wird bei FUTURE SOUNDS 2025 ins Rampenlicht gerückt: Der Stuttgarter Komponist und Schlagzeuger Christoph Müller präsentiert seine Auftragskomposition und transformiert dabei zentrale Passagen der Rede in eine vielschichtige Jazzkomposition, in der Text und Musik in intensiven Dialog treten. Sie ist ein Plädoyer für Gerechtigkeit, Freiheit und Menschlichkeit – ein Klang gewordener Protest gegen das Verstummen.

Christoph Müller steht für modernen Jazz, der Melodien für die Seele und faszinierende Rhythmen mit klaren inhaltlichen Aussagen verbindet. Er hat sein Quintett mit im Jazz raren Instrumenten wie Geige und Flöte besetzt.

Ausschlaggebend für die Entstehung der „I Have A Dream Suite“ sind Müllers folgende Gedanken: „Die Rede ist eine der ergreifendsten und brillantesten Reden, die ich jemals gehört habe und sie ist es definitiv wert, an möglichst viele Menschen weitergetragen zu werden. Und das nicht zuletzt, weil der Inhalt im Jahr 2025 noch immer so aktuell ist wie im Jahr der Rede 1963.“

Besetzung:

  • Christoph Müller – Komposition & Schlagzeug
  • Asmar Nadzhafova – Gesang & Geige
  • Felix Burrer – Altsaxophon & Flöte
  • Robert Calmbach – E-Gitarre
  • Henrik Schnaitmann – E-Bass

FÄZZ

Das Frankfurter Jazz-Kollektiv FÄZZ, ausgezeichnet mit dem Frankfurter Jazzstipendium 2023, verbindet in seinen Eigenkompositionen modernen Jazz, Neo-Soul und Hip-Hop-Elemente mit traditionellen Einflüssen. In ihrer Konzertreihe „FÄZZ am Freitag“ in der Romanfabrik Frankfurt laden sie regelmäßig renommierte Gäste ein – u. a. Alma Naidu, Sebastian Studnitzky, Sebastian Sternal, Oliver Leicht & Oli Rubow sowie Veronika Morscher – und präsentieren dabei eine große stilistische und genreübergreifende Vielfalt. Je nach Programm erweitert das Ensemble seine Besetzung vom Streichquartett bis hin zur Bigband und eröffnet so immer wieder neue klangliche Möglichkeiten.

Für FUTURE SOUNDS 2025 trifft FÄZZ auf den Frankfurter Musiker Quico, dessen musikalische Handschrift frische Impulse in den gemeinsamen Sound einbringt und Raum für politische Reflexion eröffnet.
Der vielseitige Instrumentalist, Produzent und elektronische Live-Act bringt Rap und eigene musikalische Ideen ein; sein Sound bewegt sich zwischen Organic House, Tech House und der Minimal-Ästhetik der 2000er, geprägt von treibenden Grooves und eingängigen Melodien.

So entsteht ein Programm, das feine balladeske Momente, groovige Beats und experimentelle Klangwelten verbindet – Musik, die sich immer wieder neu entfaltet und erfindet.

Besetzung:

  • Paul Scheugenpflug – Saxophon
  • Jonathan Strieder – Posaune
  • Jona Heckmann – Keys
  • Niklas Schumacher – Bass
  • Kevin Naßhan – Schlagzeug
  • Quico – Rap, electronics

Darius Blair Quartett

Das Quartett um den Frankfurter Saxophonisten Darius Blair präsentiert eigene Kompositionen, die zugleich dynamisch und geerdet, nostalgisch träumerisch und emotional geladen sind. Die Musiker verweben ihre Stimmen zu einem lyrischen Dialog, in dem der Kern jeder Melodie aufleuchtet. Mit der Seele des Post-Bop und der Lebendigkeit der New Yorker Newcomer-Szene begibt sich die Band auf eine musikalische Reise, die gleichzeitig in Verneigung vor ihren musikalischen Helden und mit dem Blick in die Gegenwart und Zukunft einen unverwechselbarer Sound schafft.

Besetzung:

  • Darius Blair – Saxophon
  • Laurens Tauber – Piano
  • Jan Iser – Schlagzeug
  • Alisa Pou Montz – Bass

KILDAN World Quintet

Klangbrücke zwischen Irak und dem Westen

Mit einer faszinierenden Mischung aus traditionellen irakischen Melodien und modernen westlichen Einflüssen schafft das KILDAN World Quintet eine musikalische Sprache, die Kulturen verbindet und Grenzen überwindet. Gegründet vom renommierten Oud-Virtuosen Maged Kildan, steht das Ensemble für eine musikalische Vision, die Tiefe, Spiritualität und rhythmische Energie vereint.

Im Zentrum des Ensembles steht das kraftvolle Zusammenspiel von Oud, Kanun, Trompete, Schlagzeug und E-Bass. Geleitet wird das Quintett von Mageds Sohn Kildan Maged. Der talentierte Kanun-Spieler, Sänger und Percussionist verleiht der Band ihr spezielles Image. Zur Stammformation gehören außerdem der Bassist und E-Gitarrist Tilman Brandl sowie der vielseitige Saxofonist Gerhard Wagner und der aus Japan stammende Percussionist Miko Watanabe. Ergänzt wird das Quintett regelmäßig durch renommierte Gastmusiker wie etwa der Jazz-Legende Wolfgang Lackerschmid, den Schlagzeuger Andreas Keller oder den Percussionisten Assalmi Mohcine. Diese Musiker verschmelzen ihre Einflüsse zu einem unverwechselbaren Klangbild. Unterstützt von einem tief groovenden Bass, entfaltet sich eine Musik, die mal meditativ und tranceartig, mal lebendig und tanzbar ist.

Die Musik des Quintetts ist tief verwurzelt in der sufitischen Tradition des Irak, ohne sich dabei stilistischen Experimenten zu verschließen. Die Konzerte sind Klangreisen, die das Publikum auf eine spirituelle und emotionale Entdeckungsfahrt mitnehmen – von Bagdad bis Berlin, von Tradition bis Innovation.

Mit Auftritten bei Festivals wie dem Klangfest München, im Kulturhaus Milbertshofen oder beim Jazzweekend Regensburg 2025 hat das KILDAN World Quintet seine Ausnahmestellung in der europäischen World-Music-Szene eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Seine Musik ist nicht nur ein Dialog der Instrumente, sondern auch ein Dialog der Kulturen – offen, respektvoll und zutiefst menschlich.

Ein Erlebnis für alle Sinne – und ein Statement für kulturelle Verständigung durch Musik.

Besetzung:

  • Maged Kildan
  • Kildan
  • Tilman Brandl
  • Sascha Lüer
  • Miko Watanabe

Daniel de Boer

Der preisgekrönte niederländische Komponist, Bassist und Sänger Daniel de Boer arbeitete viele Jahre als freiberuflicher Musiker (unter anderem für das Metropole Orchestra, das Celebrity Edge Theatre Ensemble und die Holland Opera), bevor ihn sein Wunsch, ein eigenes Projekt zu starten, an das Berklee College of Music in Valencia, Spanien, führte.

In Spanien konnte Daniel seinen Traum verwirklichen, sein eigenes Album zu komponieren und aufzunehmen. Mit einer Gruppe von Spitzenmusikern präsentiert er nun der Welt seine Musik, eine eklektische Mischung aus Kulturen und Stilen, die im Pop-Idiom zusammenkommen. Musik, die kurz gesagt World-Pop ist.

Seine neueste Veröffentlichung ist eine EP namens „The Turnaround”, auf der Musiker aus aller Welt zu hören sind.


KOOB

KOOB ist das aufmüpfige Debütprojekt der jungen Berliner Sängerin Valeria Dele, die in Minsk geboren wurde.

Ihr sonorer Sprechgesang changiert zwischen den harmolodischen Wortspielen einer Jayne Cortez, Funk à la Meshell Ndegeocello und aktuellen HipHop-Experimenten. Permanent schlüpft sie in unterschiedliche Rollen und nähert sich dem Ohr aus verschiedenen Perspektiven an. Ihre Flexibilität ist verblüffend. Mit einigen der jüngsten Exponenten der Berliner Jazzszene groovt KOOB wie die Hölle am Freitag. Mal zieht sie die Zügel fest an und folgt einem klaren Plan, dann wieder lässt sie ihre Band einfach in freien Jams losziehen.

Wolf Kampmann, Jazz Thing 2023

Besetzung:

  • KOOB – Gesang (BY)
  • Lenny Rehm – Schlagzeug (DE)
  • Wolle Huber – Klavier (DE)
  • Seth Sjöström – E-bass (SE)